Historie | Es war einmal...
im Jahre 1993 im Johannes-Kepler-Gymnasium Chemnitz. Neun Schüler hatten es satt, immer nur unter Führung der Musiklehrerin im Schulchor zu trällern. Sie gründeten einen eigenen kleinen Chor - popCHORn. Die Leitung hatte Martin Sturm - musikalisches Genie mit Organisationstalent und Hang zum Perfektionismus. Etwa 1994 gesellten sich Marko und Simmi zu den popCHöRnern. Sie sind damit auch das Urgestein, welches sich bis heute gehalten hat. Zum Repertoire von popCHORn gehörte ein bunter Mix aus Pop, Gospel, Oldies und auch Volksmusik.
Ein Ende mit Anfang
Nachdem die meisten popCHöRner 1998 ihr Abitur machten und die Probenräume innerhalb der Schule wegfielen, war es an der Zeit, einen neuen Chor zu gründen. Der unisono e.V. wurde geboren. "unisono"ist ein musikalischer Begriff und bedeutet "alle Stimmen gemeinsam". Viele der eingeschworenen Sänger gingen aufgrund Ausbildung oder Studium aus Chemnitz weg, doch kamen ebenso viele neue Sänger hinzu. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte unisono e.V. im März 1999 sein erstes Konzert geben. Und viele weitere sollten folgen. Aufgrund guter Kontakte zur Musikbibliothek und weiterhin zum Johannes-Kepler-Gymnasium wurde unisono e.V. schnell bekannt. Bald mussten die Sänger nicht mehr um Auftritte "betteln", sondern wurden engagiert.
Ein Abschied und Ende
Der "schwarze Tag" im Leben der Sänger von unisono e.V. war der 23. März 2002. An diesem Tag verabschiedete sich Martin Sturm, der fast neun Jahre lang die Chorproben organisiert und geleitet hatte. Sein Mathematik-Studium führte ihn nach Karlsruhe, wo er sich auch weiterhin der Musik widmet. Doch für unisono e.V. bedeutete dies das Aus, zumindest für den Namen. Denn was heute geprobt wird, hat nichts mehr mit "alle Stimmen gemeinsam" zu tun.
Lange Zeit war es still um den Chor. Weil nichts vor und nichts zurück ging, verließen uns mehrere Sänger und nur ein kläglicher Rest von etwa 8 Sängern blieb übrig. Niemand leitete die Proben, Auftritte konnten weder angenommen noch angeboten werden. Der Name unisono e.V. geriet auch unter den optimistischsten Anhängern in Vergessenheit.
"Da müssen wir jetzt durch!"
Der letzte Rest der Hartgesottenen machte sich ans Werk. In mehreren Krisensitzungen wurden Strategien überlegt, wie der Chor noch zu retten wäre. Ein Hauptpunkt war die komplette Umstellung des Repertoires. Es sollte frischer und lockerer werden, nicht mehr entnommen aus Liederbüchern, sondern selbst gebastelt, mit Liedern, die einfach nur gefielen. Die Leitung übernahm Simmi. Alles, was sie über Chorleitung weiß, hat sie sich von Martin Sturm und anderen Chorleitern abgeschaut.
Auf der Suche nach einem neuen Namen entschieden wir uns Anfang 2005 für "poptales" und wagten uns nun zum ersten Mal seit Jahren wieder an ein Konzert. Am 21. August 2005 fand es im Kulturhaus DAStietz in Chemnitz statt. Es bestand aus allen Liedern, die bis dahin ins Repertoire aufgenommen waren. Inzwischen konnten wir auch zwei kleine Weihnachtskonzerte geben, welche es im Jahr 2006 sogar schon bis auf die Bühne des Chemnitzer Weihnachtsmarktes schafften.
Was damit wieder einmal bewiesen wäre: Die Totgeglaubten leben länger!